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Vorsicht „falsche Polizeibeamte" und „Enkeltrickbetrüger“ aktiv!

29.11.2021 Immer wieder sind in der Oberpfalz Betrüger aktiv. Mehr als ... Anrufe falscher Polizeibeamter oder angeblicher Verwandter verzeichnete das Präsidium allein in diesem Jahr. Oft hatten die Täter Erfolg und erbeuteten so rund ... Euro. Zuletzt am Mittwoch, den 10. November 2021, hier wurde eine 91-jährige Frau aus dem östlichen Landkreis Regensburg von einem bislang Unbekannten um einen mittleren 5-stelligen Bereich betrogen. Insbesondere solche Betrüger, die es auf das Hab und Gut von Seniorinnen und Senioren abgesehen haben, treten nahezu täglich auf. Unabhängig davon, ob sie versuchen, ihre Opfer am Telefon, an der Haustür oder übers Internet abzuzocken - die finanziellen Schäden sind enorm. Die daraus entstehende Verunsicherung oder Scham, Opfer geworden zu sein, bleibt meist unbeachtet, stellt aber für Betroffene oftmals über den finanziellen Verlust hinaus, ein großes Problem dar.

Phänomenbereiche

Eine Betrugsmasche ist die des falschen Polizeibeamten. Hier gaukelt der Betrüger einen Anruf der Polizei vor und erzählt, in der Nähe hätte ein Einbruch stattgefunden, bei dem ein Teil einer Bande festgenommen worden sei. Da sich auf einem bei den Tätern sichergestellten Zettel auch der Name der Angerufenen befände, wäre deren Vermögen in Gefahr. Zur Sicherung dieser Wertsachen käme gleich ein Polizeibeamter vorbei und würde alles abholen. Zusätzlich werden die Opfer zur Verschwiegenheit verpflichtet, es handele sich um eine verdeckte Ermittlung. Die Täter gehen dabei hochprofessionell vor und erbeuten nicht selten Summen in sechsstelliger Höhe.

Eine weitere Erscheinungsform ist der sogenannte Enkeltrick. Hier gibt sich der Anrufer als Verwandter aus, der sich in einer Notlage befände und dringend sofort Bargeld bräuchte, welches ein Bekannter gleich abholen würde. Oft genug werden auch hier die gesamten Ersparnisse von Senioren erbeutet und deren große Hilfsbereitschaft schamlos ausgenutzt.

Des weiteren gibt es sogenannte Schockanruf. Hier wird am Telefon ebenfalls ein Verwandtschaftsverhältnis vorgegeben, oft wird nur entsetzt in das Telefon geschrien, bis letztendlich eine weitere Person das Gespräch übernimmt und sich als Polizeibeamter ausgibt. Dieser schildert dann ruhig und strukturiert, dass der Verwandte soeben einen Unfall verursacht habe, bei dem eine unbeteiligte Person tödlich verunglückt sei. Deshalb wurde durch die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe angeordnet, welche allerdings durch Zahlung eines Geldbetrages abgewendet werden könnte. Hierbei kommt es auch vor, dass sich die Anrufer als Richter oder Staatsanwälte ausgeben.

Bei den Opfern entsteht meist ein schwerer Schaden: nicht nur materiell stehen viele vor dem Nichts, sondern auch Scham und Schuldgefühle führen zu erheblichen, oft weitreichenden psychischen Folgen für die Betrogenen.

"Meist haben die Opfer schon von den Betrügereien gehört, dennoch erinnern sie sich während des Gesprächs mit den Tätern nicht gleich daran."

 

Informieren Sie daher bitte auch Ihre Angehörigen und sprechen Sie insbesondere mit den älteren Angehörigen lieber einmal mehr über diese Phänomene um sie immer wieder in Erinnerung zu rufen und stellen sie sich als Ansprechpartner für den Fall der Fälle zur Verfügung.

 Das Polizeipräsidium Oberpfalz rät:

•        Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz, bzw. ob tatsächlich Einbrecher festgenommen wurden!

•        Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte / Bekannte wissen kann.

•        Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.

•        Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder als Lockmittel zu deponieren! Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde!

•        Die Täter könnten mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen - bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl!)

•        Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten regelmäßig über das Phänomen!

Kategorien: Bürgerservice