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Weihnachtsgrußwort des Ersten Bürgermeister Herrn Sebastian Koch

12.12.2017 Im Namen der Gemeindeverwaltung und des gesamten Gemeinderats ein besinnliches Weihnachtsfest und einen freudigen Jahreswechsel.

Erster Bürgermeister Sebastian Koch

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

 

seit über 2000 Jahren entfaltet das Weihnachtsfest auf uns eine besondere Wirkung. Überall auf der Welt strömen Menschen aus ihren Häusern in festlich geschmückte Kirchen, um die Weihnachtsbotschaft zu hören. Natürlich gibt es auch alljährlich Kritik an der Kommerzialisierung von Weihnachten oder darüber, dass durch die große Weihnachtsharmonie Konflikte in einer Art und Weise zugekleistert werden, die danach umso mehr Leere hinterlässt. Die Kraft von Weihnachten schwächt das allerdings nicht ab. Weihnachten mag umstritten sein und dennoch lässt es fast niemanden teilnahmslos. Im Zentrum steht jedes Mal die Weihnachtsgeschichte nach dem Evangelisten Lukas.

 

Diese Geschichte wurde vor zwei Jahrtausenden weitererzählt und aufgeschrieben. Ein Stück Weltliteratur und letztlich ein Glücksfall für unsere christliche Tradition. Zwei völlig unbedeutende Leute sind unterwegs, so unbedeutend, dass niemand die Türe öffnet, um ihnen Herberge zu geben. Nachdem Josef und Maria keine Herberge finden, wird ihr Kind in äußerst widrigen Umständen geboren. Noch heute stellen wir uns die Weihnachtskrippen als Stall mit Ochse, Esel und mehreren Schafen vor.

 

Nach wie vor verwundert es, dass hier an diesem unattraktiven Ort der Sohn Gottes auf die Erde gekommen sein soll und ausgerechnet arme Hirten diesen als erste zu Gesicht bekamen.

 

Die Weihnachtsgeschichte erzählt also nicht von einer schlagartigen weltpolitischen Veränderung. Die biblische Erzählung bietet keinerlei Superlative. Sie erzählt von der Geburt in Bethlehem. Sie erzählt von den Hirten, die zur Krippe gekommen waren, und am Ende wieder umkehren, einfach wieder an ihre Arbeit gehen, Schafe hüten, in kalten Nächten frieren, mit den Widrigkeiten des Lebens kämpfen.

 

Doch etwas hat sich geändert: Die Heilsbotschaft des Herren war fortan in der Welt!

 

Das sollte uns auch in der Gegenwart nicht unberührt lassen, zeigt es doch, dass manchmal gerade die unbedeutend und unscheinbar wirkenden Dinge große Entwicklungen einleiten können oder um es mit den Worten des großen evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer zu sagen: 

 

 „Von der Geburt eines Kindes ist die Rede, nicht von der umwälzenden Tat eines starken Mannes, nicht von der kühnen Entdeckung eines Weisen, nicht von dem frommen Werk eines Heiligen. Es geht wirklich über alles Begreifen: Die Geburt eines Kindes soll die große Wendung aller Dinge herbeiführen, soll der ganzen Menschheit Heil und Erlösung bringen.“

Es braucht also nicht immer Heldentaten um die Welt besser zu machen. Manchmal reicht schon ein bisschen Engagement, ein verändertes Konsumverhalten, ein wenig Kompromissbereitschaft oder ein Fünkchen Mitmenschlichkeit. Ich erkläre das in meinem Weihnachtsbrief deshalb so ausführlich, weil ich zunehmend den Eindruck gewinne, dass manche von uns allzu gerne ihre Verantwortung für ein gelingendes Miteinander in diesem Land an die Politik abgeben, gleichsam aber über ihre fortschreitende Entmündigung klagen.

Wir Deutschen gelten gemeinhin als „Volk der Dichter und Denker“, so drohen wir aber immer mehr zu einem Volk von Demonstranten und Gegendemonstranten zu werden.

Die Weihnachtsgeschichte lehrt uns indes, dass es häufig schon die kleinen Dinge sind, die die Welt besser machen.  Für das Jahr 2018 wünsche ich mir, dass wir in diesem Land wieder gemeinsam und mit Optimismus an Probleme herangehen.

 

 

 

Darüber hinaus wünsche ich Ihnen

im Namen der Gemeindeverwaltung

und des gesamten Gemeinderats

ein besinnliches Weihnachtsfest und einen freudigen Jahreswechsel!

 

Sebastian Koch

Erster Bürgermeister

Kategorien: Bürgerservice, Neuigkeiten