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Weihnachtsansprache des ersten Bürgermeisters Sebastian Koch

23.12.2015

undefinedSehr geehrte Damen und Herren, liebe Wenzenbacherinnen und Wenzenbacher,

der Bundestag hat in der ersten Adventswoche einen Bundeswehreinsatz in Syrien beschlossen. Der Beschluss geht wohl vor allem auf die barbarischen Anschläge von Paris am 13. November zurück. Dieser Tag hat sich in unserer Erinnerung festgesetzt.

Unter den genannten Eindrücken wird manch einem von Ihnen vielleicht die Weihnachtsvorfreude vergangen sein. Die Aufregung darum zeigt jedenfalls gut auf, welch existenzielles Bedürfnis wir Menschen nach Frieden verspüren und wie stark unsere Zufriedenheit und unser Glück ins Wanken geraten, wenn wir den Frieden in Gefahr sehen. Kommt uns da das Weihnachtsfest nicht eigentlich ganz gelegen? Schließlich ist Weihnachten das Fest der Liebe. Die Weihnachtszeit ist durchzogen von einer friedvollen Stimmung. Vor 101 Jahren, am 24. Dezember 1914, legten deutsche und britische Soldaten in mehreren Abschnitten an der Westfront für einige Tage ihre Waffen nieder um gemeinsam Weihnachten zu feiern.

Weihnachten kann also dann, wenn wir uns die eigentliche Botschaft von der Menschwerdung Gottes vor Augen führen, völkerverbindend wirken. Ohnehin ist die Weihnachtsgeschichte für uns und unser Leben äußerst lehrreich: Sie lehrt uns Mitmenschlichkeit und Fürsorge, sie lehrt uns das Mitfühlen, und sie lehrt uns, wie wichtig es ist, Menschen in Not zu helfen. Diese Botschaft gilt für uns alle, ganz unabhängig davon, welcher Religion wir angehören, welche Sprache wir sprechen und aus welcher Kultur wir kommen.

Hinter uns liegt ein ereignisreiches Jahr. Am Roither Berg sind seit einigen Monaten Baufirmen tätig. Über die Zukunft der Mittelschule wurde mitunter recht hitzig diskutiert und die Verkehrsentlastung entlang mancher Straßenzüge scheint weiterhin eine vordringliche Aufgabe zu sein. Auch im kommenden Jahr werden die Herausforderungen für unsere Heimatgemeinde nicht abnehmen. Wir sehen daher einem spannenden Jahr 2016 entgegen.

Nun möchte ich Ihnen jedoch eine besinnliche Adventszeit wünschen. Der deutsche Geistliche Friedrich von Bogelschwingh definiert den Advent wie folgt:

„Advent und Weihnachten ist wie ein Schlüsselloch, durch das auf unseren dunklen Erdenweg ein Schein aus der himmlischen Heimat fällt.“

Ich wünsche Ihnen in diesem Sinne, dass Sie an Weihnachten nicht in Hektik verfallen, sondern Sie den himmlischen Schein auf und in sich wirken lassen.

Im Namen der Gemeindeverwaltung und des gesamten Gemeinderats wünsche ich Ihnen ein freud- und friedvolles Weihnachtsfest.

Ihr Sebastian Koch,
Erster Bürgermeister

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